Tipps zur sexuellen Gesundheit

 

Sex soll geil sein und Spaß machen! Leider lassen sich HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Infektionen noch nicht aus der Welt schaffen. Damit Du trotzdem "gudd druff" bleibst, haben wir Dir für Deine Gesundheit und das gute Gefühl danach 10 Tipps zusammengestellt.

 

Fast alle Tipps richten sich auch an HIV-positive Männer. Für sie gibt es außerdem zusätzliche wichtige Informationen in Tipp 8.

 

Weitergehende Informationen findest Du im Infopool der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.

 

 

Safer Sex schützt Dich vor HIV.

Safer Sex schützt vor HIV.

"Gudd druff!"-Kondom-Pockets

 

Um Dich und Deine Sexualpartner sicher vor einer HIV-Infektion zu schützen, brauchst Du nur wenige Regeln zu beachten:

 

Analverkehr mit Kondom

Beim ungeschützten Analverkehr besteht für beide Partner ein Infektionsrisiko, auch für den Aktiven. Ein Infektionsrisiko für den passiven Partner besteht zudem selbst dann noch, wenn der Aktive nicht in ihm zum Samenerguss kommt. Beachte, dass Kondome nur in Verbindung mit ausreichend fettfreiem, wasserlöslichem Gleitgel wirklich sicher sind. Sie senken darüber hinaus auch das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI).

 

Beim Oralverkehr raus, bevor's kommt.

 

Kein Blut oder Sperma auf Schleimhäute

Achte also darauf, dass Blut oder Sperma nicht in den Mund, ins Auge, in den Darm, auf die Eichel, die Vorhaut oder in die Harnröhre gelangt. Sie sollten übrigens auch nicht auf frisch rasierte Hautstellen kommen.

 

Beim Fisten Handschuhe und fettfreies Gleitgel verwenden.

 

 

Lass Dich gegen Hepatitis impfen!

Lass Dich gegen Hepatitis impfen!

Hepatitis-Broschüre der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.

 

Gegen Hepatitis A und Hepatitis B bieten Impfungen den besten Schutz!

 

Mit einer Kombinationsimpfung kann man sich gleichzeitig gegen beide Virustypen impfen lassen. Die Impfung gegen Hepatitis B (HBV) schützt auch vor Hepatitis D (HDV), da eine Hepatitis D-Infektion nur gleichzeitig mit oder zusätzlich zu einer Hepatitis B-Infektion erfolgen kann. Gegen die andere Virushepatitiden gibt es (noch) keine Schutzimpfungen.

 

Die Kosten für eine Impfung gegen Hepatitis B übernimmt die gesetzliche Krankenkasse, wenn die Impfung von einem Kassenarzt durchgeführt wird, das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet ist, oder die Impfung als medizinisch notwendig erachtet wird (entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut). Demnach wird die Impfung empfohlen für Personen mit Sexualkontakt zu HBsAG-Trägern und nun auch bei "Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung". Bei Hepatitis B entspricht schon häufigerer Partnerwechsel dieser Definition - auch wenn Safer Sex betrieben wird.

Neu ist, dass auch die Hepatitis A-Impfung für "Personen mit hoher Infektionsgefährdung" empfohlen wird. Die Hepatitis A wird vor allem durch oral-anale Sexualpraktiken übertragen.

Somit ist es nun auch für HIV-negative MSM möglich, beide Impfungen kostenfrei zu erhalten. Von der Kombinationsimpfung (Hep A + Hep B) ist zudem bekannt, dass sie eine stärkere Impfreaktion hervorruft als die Einzelimpfungen.

 

Bei beruflichem Ansteckungsrisiko muss der Arbeitgeber die Kosten übernehmen.

 

 

Lass Dich regelmäßig auf Syphilis untersuchen!

Lass Dich regelmäßig auf Syphilis untersuchen!

Unser Flyer zum Thema Syphilis

 

Kondome können das Ansteckungsrisiko zwar mindern, aber nicht ausschließen.

 

Eine Infektion mit dem Syphilis-Erreger ist viel einfacher als eine Ansteckung mit HIV. Die Syphilis wird durch Kontakt des Erregers mit Haut oder Schleimhaut übertragen. Man kann sich bei praktisch allen Sexualpraktiken anstecken, die Übertragung über Schleimhäute ist allerdings viel leichter als über die intakte Haut. Daher finden Infektionen bei MSM am häufigsten an der Eichel, aber auch am Penisschaft, am After und im Darm sowie im Mund statt, seltener auch an den Fingern oder der Hand. Der Krankheitsverlauf ist heimtückisch: Die ersten möglichen Symptome verschwinden auch ohne Behandlung nach wenigen Wochen, deswegen wird ein Teil der Erkrankungen immer noch nicht oder erst zu spät erkannt, so dass sie voranschreiten und chronisch werden können.

 

Wenn Du öfter wechselnde Sexualpartner hast, solltest Du Dich deshalb mindestens einmal im Jahr auf Syphilis untersuchen lassen. Du verhinderst so schwere gesundheitliche Schäden. Rechtzeitig erkannt, kann die Syphilis problemlos behandelt werden.

 

 

 

Achte auf Deinen Körper!

Achte auf Deinen Körper!

STI-Broschüre der DAH

 

Es gibt eine Reihe von Symptomen, die auf eine sexuell übertragbare Infektion (STI) hinweisen können.

 

Dazu gehören:

  • Ausfluss oder Juckreiz der Harnröhre

  • blutige oder schleimige Beimengungen im Stuhl

  • Verfärbungen von Urin oder Stuhl

  • länger anhaltendes Druckgefühl im Bauch

  • Bauchschmerzen oder Appetitlosigkeit

  • anhaltende Abgeschlagenheit oder Müdigkeit

  • unklares Fieber

  • Hautausschläge und -rötungen oder Warzenbildung.

 

Wenn Du eines dieser Symptome bei Dir bemerkst, solltest Du einen Arzt Deines Vertrauens aufsuchen.

 

 

Partnerschaft schützt nicht vor Aids

Partnerschaft schützt nicht vor Aids

 

Viele HIV-Infektionen finden in Partnerschaften statt.

 

Wenn man richtig verliebt ist, fällt es manchmal schwer, an Schutz zu denken. Oft wird das Kondom einfach weggelassen, ohne dass darüber geredet wird.

 

Wenn Ihr in Eurer Beziehung auf Kondome verzichten wollt, lasst Euch vorher testen.

 

Und seid Euch im Klaren, in der Beziehung keine Kondome zu benutzen, heißt, seinem Partner vertrauen zu können und zu müssen. Das wird aber nur funktionieren, wenn Ihr offen miteinander über Eure sexuellen Bedürfnisse innerhalb und/oder außerhalb der Beziehung redet.

 

Denkt daran: Nur wenn Ihr in einer Beziehung beide treu seid oder bei Sexualkontakten außerhalb der Beziehung Safer Sex macht, seid Ihr wirklich sicher.

 

 

Ein HIV-Test schafft Klarheit!

Ein HIV-Test schafft Klarheit!

"Weißt Du´s?"-Kampagne

 
Du hattest vielleicht doch einmal einen Ausrutscher oder bist Dir unsicher.

 

Ein HIV-Test schafft hier Klarheit. Er kann außerdem wichtig für Deine Gesundheit sein: Wird nämlich HIV festgestellt, kann man zusammen mit einem erfahrenen Arzt überlegen, ob und wann mit einer medikamentösen Behandlung begonnen wird. Ein rechtzeitiger Behandlungsbeginn bietet die besten Voraussetzungen dafür, über viele Jahre oder Jahrzehnte mit HIV leben zu können.

 

Infos zu den Testmöglichkeiten im Saarland gibt Dir der nächste Tipp.

 

Detaillierte Informationen zur HIV-Infektion und ihren Behandlungsmöglichkeiten findest Du auf den Seiten der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.

 

Das Saarland bietet Dir viele kostenfreie Angebote. Nutze sie!

Das Saarland bietet Dir viele kostenfreie Angebote. Nutze sie!

 

BERATUNGSANGEBOTE:

 

Bei Fragen zu HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, ruf uns an. Unter 0681 - 19 4 11 sind wir für Dich da. Anonymität und Vertraulichkeit sind selbstverständlich gewährleistet.

 

Du kannst uns erreichen:

 

Aids-Hilfe Saar e.V., Nauwieserstr. 19, 66111 Saarbrücken

Öffnungs- und Beratungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 9:00 bis 12:00 Uhr,
Montag, Donnerstag: 13:00 bis 16:00 Uhr,
Mittwoch: 13:00 bis 20:00 Uhr.

Spezielles Beratungsangebot für schwule und bisexuelle Männer: mittwochs von 18:00 bis 20:00 Uhr.

 

Beraten lassen kannst Du Dich auch bei allen saarländischen Gesundheitsämtern.

 

TESTMÖGLICHKEITEN:

 

Zweimal im Monat bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Saarbrücken das Beratungs- und Testangebot "Test it!" an. Nähere Informationen findest Du hier.

 

Alle saarländischen Gesundheitsämter bieten zudem kostenfreie und anonyme Tests auf HIV und Syphilis an.

Auch Tests auf Hepatitis B und C sind kostenfrei möglich. Diese sind aber im Gegensatz zu HIV und Syphilis im Falle eines positiven Testergebnisses namentlich meldepflichtig.

 

  • Gesundheitsamt Homburg, Am Forum 1, 66424 Homburg, Fon: 06841 - 104 8362/-65, Testmöglichkeiten: Mo - Do von 8:00 - 12:00 und 13:00 - 15:30 Uhr, Fr von 8:00 - 12:00 und 13.00 - 15.00 Uhr (Bitte vorab Termin vereinbaren.)
  • Gesundheitsamt Merzig Wadern, Hochwaldstr. 44, 66663 Merzig, Fon: 06861 - 80 412/-420, Testmöglichkeiten: Mo - Do von 8:00 - 12:00 und 13:30 - 15:00 Uhr, Fr von 8:00 - 12:00 Uhr (Bitte vorab Termin vereinbaren.)
  • Gesundheitsamt Neunkirchen, Lindenallee 13, 66538 Neunkirchen, Fon: 06824 - 9068836, Testmöglichkeiten: Mo von 8:00 - 14:00 Uhr, Di u. Mi von 8:00 - 12:00 und 13:00 - 15:00 Uhr, Do von 8:00 - 12:00 und 13:00 - 14:30 Uhr und Fr von 8:00 - 12:00 Uhr (Bitte vorab Termin vereinbaren.)
  • Gesundheitsamt Saarbrücken, Stengelstr. 10-12, 66117 Saarbrücken, Fon: 0681 - 506 5358/-5359, Testmöglichkeiten: Di von 8:30 - 12:00 und 13:30 - 15:00 Uhr sowie Do von 8:30 - 12:00 und 13:30 - 17:30 Uhr oder nach Vereinbarung. nur für Frauen: Mo 9:00 - 12:00 Test auf Tripper, Chlamydien
  • Gesundheitsamt Saarlouis, Choisyring 5, 66740 Saarlouis, Fon: 06831 - 444 777, Testmöglichkeiten: Mo - Fr von 8:30 - 12:00 und 13:30 - 15:30 Uhr (Bitte vorab Termin vereinbaren.)
  • Gesundheitsamt St. Wendel, Werschweiler Str. 40, 66606 St. Wendel, Fon: 06851 - 801 5321/-5322/-5320, Testmöglichkeiten: Mo - Do von 8:00 - 12:00 Uhr sowie von 13:00 - 15:00 Uhr, Fr von 8.00 - 10.00 Uhr (Bitte vorab Termin vereinbaren.)

In der Großregion bieten zudem folgende Aids-Hilfen Tests an:

  • Aids-Hilfe Trier e.V., Saarstr. 55, 54290 Trier, Fon: 0651 - 970 44-0, Beratung: 0651 - 19 4 11
  • HIV Berodung Luxembourg, 94, bd du G. Patton, L-2316 Luxembourg, Fon: 00352 - 2755 4500
  • AIDES Metz, 2, rue Lafayette, F-57000 Metz, Fon: 00333 - 87 75 10 42

HIV-positiv? Dann informiere Dich über die Besonderheiten bei STIs.

Wichtige Infos für HIV-Positive

 

Solltest Du HIV-infiziert sein, kannst Du Dich in der Regel leichter mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) anstecken. Denk auch daran, dass das Risiko für Deine Sexualpartner steigt, sich mit HIV zu infizieren, wenn Du zusätzlich eine STI hast.

 

Manche Medikamente zur STI-Behandlung vertragen sich zudem nicht mit HIV-Medikamenten, und für bestimmte Krankheiten gibt es besondere Behandlungsempfehlungen für Menschen mit HIV. Wenn Du Dich also mit einer STD angesteckt hast, solltest Du Deinen Arzt auf Deine HIV-Infektion aufmerksam machen und mit ihm besprechen, was zu tun ist.

 

Im folgenden listen wir einige Besonderheiten bei STIs auf. Sie stammen aus der Broschüre "Sexuell übertragbare Erkrankungen" der DAH. Du solltest Dich aber zusätzlich auch bei Deinem Arzt informieren.

 

Herpes

Bei HIV-Infizierten sind die Bläschen manchmal über größere Bereiche ausgebreitet, bei stark geschwächtem Immunsystem kann es auch zu lebensbedrohlichem Befall anderer Organe kommen. Offene Herpesbläschen/-geschwüre können "Eintrittspforte" für andere Erreger sein (z.B. HIV) und bei Positiven enthalten sie HIV in hoher Konzentration - das HIV-Risiko für andere ist dann höher.

 

Feigwarzen

Männer mit HIV sollten sich unabhängig von Symptomen einmal jährlich auf Veränderungen im Genitalbereich (Feigwarzen) und am After (Feigwarzen und Vorstufen von Krebs) untersuchen lassen.

 

Syphilis

Bei HIV-Positiven können Stadien "übersprungen" werden oder gleichzeitig auftreten, die Krankheit kann deutlich schneller und schwerer verlaufen. Für HIV-Positive gelten zudem besondere Behandlungsempfehlungen. Wichtig ist, dass sich der behandelnde Arzt sowohl mit HIV als auch mit Syphilis auskennt.

 

 

Wenn Kondome nerven...

Wenn Kondome nerven...

 

Hier ist vielleicht die Lösung. Klar würden wir uns alle wünschen, wieder unbeschwert "ohne" ficken zu können. Aber es gibt Aids, Syphilis, Tripper... Und Kondome sind nun mal der sicherste Schutz..

Wenn Dich Kondome sehr stören, öfter mal platzen, abrutschen oder Du Schwierigkeiten hast, mit Gummi die Erektion zu halten, kann es sein, dass Du einfach die falsche Größe benutzt.

 

Es gibt inzwischen nicht nur Kondome in Standardgröße und in XL. Die größte Auswahl dürfte wohl Coripa (www.coripa.com) haben. Die bieten Kondome in 55 Größen an.

MySize-Kondome von Vinico (www.vinico.de) gibt es in den sechs gängigsten Größen. Kondome in unterschiedlichen Größen gibt?s natürlich auch von anderen Herstellern. Schau Dich einfach mal um.

 

Viele Anbieter bieten auch Messhilfen an. Also: Schwanz vermessen, Kondom in der richtigen Größe aussuchen und viel Spass. Für die richtige Kondomgröße ist der Umfang übrigens entscheidender als die Länge.


Zu guter Letzt: Wirklich sicher ist ein Gummi nur, wenn Du ausreichend Gleitgel verwendest - natürlich wasserlöslich oder auf Silikonöl-Basis. Alle anderen Öle und Fette schädigen das Gummi.



 

Notfallmaßnahme: Wenn das Kondom platzt...

Notfallmaßnahme: Wenn das Kondom platzt...

 

Es ist passiert. Das Kondom ist geplatzt, oder im hemmungslosen Fickspektakel habt ihr auf Schutz verzichtet? Wenn dabei ein relevantes HIV-Infektionsrisiko bestanden hat (Infos dazu gibt´s hier weiter unten), steht als Notfallmaßnahme eine HIV-Post-Expositions-Prophylaxe (HIV-PEP) zur Verfügung. Das ist eine vierwöchige HIV-Therapie mit antiretroviralen Medikamenten. Sie sollen verhindern, dass sich HIV nach einer Übertragung so stark vermehrt, dass sich die Viren im Körper "einnisten" und du chronisch infiziert bist.

 

Wichtig ist:

  • Eine PEP soll so schnell wie möglich begonnen werden - möglichst innerhalb von 24 Stunden nach dem Risikokontakt. Noch mal: Je früher, desto besser! Nach 72 Stunden hat eine PEP mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Wirkung mehr.

  • Die PEP ist keine "Pille danach", auf die du zählen kannst. Sie wird nur im wirklichen "Notfall" und nach ärztlicher Beratung vergeben.

  • Über mehrere Wochen muss ein Pillencocktail mit Nebenwirkungen eingenommen werden.

  • Ob die PEP hilft, ist nicht hundertprozentig sicher, man schätzt die Schutzwirkung grob auf 80 %.

  • Die Krankenkassen müssen die Kosten für die Anti-HIV-Medikamente in Höhe von ca. 800-1.500 Euro nur übernehmen, wenn ein klares bzw. erhebliches Risiko einer HIV-Übertragung vorliegt.

 

Wann bestand ein klares bzw. erhebliches Risiko einer HIV-Übertragung?

Ein klares bzw. erhebliches Risiko bestand, wenn alle folgenden Bedingungen zutreffen:

  • Du hattest ungeschützten Analverkehr (Analverkehr ohne Kondom), oder euch ist beim Ficken das Kondom geplatzt oder im Darm abgerutscht.

  • Dein Partner ist mit Sicherheit HIV-positiv oder dein Partner ist mit hoher Wahrscheinlichkeit HIV-positiv. Hoch ist diese Wahrscheinlichkeit bei anonymem Sex an einem Ort, an dem sich wahrscheinlich viele HIV-Positive aufhalten - z. B. im Darkroom, in einer Schwulensauna, im Pornokino, auf einer Fist-Party, einer Fetisch-Party oder auf einer anderen Sex-Party.

  • a) Es ist nicht bekannt, ob der HIV-positive Sexpartner eine Therapie macht oder

  • b) Der HIV-positive Sexpartner macht keine HIV-Therapie oder

  • c) Der HIV-positive Partner macht eine Therapie, aber seine Viruslast liegt nicht stabil unter der Nachweisgrenze.

 

Was tun, wenn ein klares bzw. erhebliches Risiko einer HIV-Übertragung bestand?

Am besten ist es, wenn du dich schon vor dem Fall des Falles einmal in einer ruhigen Minute informierst. Zum Beispiel unter www.hivreport.de: Links oben auf der Startseite findest du einen Link zu ausführlichen Informationen über die HIV-PEP und zu Adressen von Kliniken, an die du dich im Fall des Falles wenden kannst. Beratung und Informationen zur PEP bietet auch die Online-Beratung der Aidshilfen unter www.aidshilfe-beratung.de.

 

Wenn der "Sex-Unfall" mit HIV-Risiko schon passiert ist, wende dich umgehend - auch nachts! - an eine der unter www.hivreport.de genannten Kliniken und frag dort am besten nach dem diensthabenden Internisten. Im Saarland kannst du dich an die Notfallambulanz des Klinikums Saarbrücken (Winterberg 1, Saarbrücken, Fon: 0681 -963-0) wenden, tagsüber auch an eine der HIV-Schwerpunktpraxen. Die Adressen findest du hier.

 

Die PEP kann im Saarland über die HIV-Schwerpunktpraxen zu den jeweiligen Öffnungszeiten verordnet werden.

 

Außerhalb deren Öffnungszeiten kann eine Verordnung im Saarland ausschließlich sichergestellt werden über die

  • Notfallambulanz des Klinikums Saarbrücken, Winterberg 1, 66123 Saarbrücken, Fon: 0681 - 963-0

 

Wenn möglich, sollte dich dein Sexpartner begleiten:

  • Wenn er nicht weiß, ob er HIV-positiv ist, aber positiv sein könnte, kann man im Krankenhaus in 15 Minuten einen HIV-Test bei ihm machen. Wenn der anschlägt, kannst du mit der PEP beginnen.

  • Wenn er weiß, dass er HIV-positiv ist, kommt es unter anderem auch auf seine Viruslast an. Bei erfolgreicher, stabiler Therapie (Viruslast seit mindestens 6 Monaten unter der Nachweisgrenze) wird man im Allgemeinen keine PEP empfehlen.

  • Wird eine PEP empfohlen, kann dein Partner Infos über seine Therapiegeschichte und die Medikamente geben, die er nimmt/genommen hat: Das ist wichtig für die Auswahl der Medikamente, die du bekommst.

 

Im Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin wird gemeinsam festgestellt, welches Risiko bestand. Rede offen und ehrlich darüber, die verkraften das. Je nach Einschätzung der Situation wird der Arzt/die Ärztin dann gegebenenfalls eine HIV-PEP vorschlagen, und die Krankenkasse übernimmt die Kosten.

 

Der Text stammt im wesentlichen von der Homepage unseres Partners, der bundesweiten Kampagne IWWIT - ICH WEISS, ICH TU.